Die Anforderungen an die Mitarbeitenden im Bereich der Sozialhilfe haben in den letzten Jahren aufgrund der Zunahme der Fallzahlen, der immer komplexeren Fälle und der immer geringer vorhandenen Ressourcen (z.B. mit Bezug auf vermittelbare Arbeitsplätze bzw. Beschäftigungsmöglichkeiten und vermittelbare günstige Wohnmöglichkeiten, immer mehr IV-Abweisungen) allgemein stark zugenommen. Bedingt durch gestiegene Fallzahlen, wachsende Komplexität der Fälle, zunehmend fordernde und teils auch aggressive Klientinnen und Klienten, Abbau von Sozialversicherungsleistungen und Abnahme von Ressourcen für die berufliche Integration von nichterwerbstätigen Personen sind die Anforderungen an das Personal in diesen Diensten in den letzten Jahren laufend gestiegen.

 

Mit einer fachlichen Organisationsanalyse mit Überprüfung der Fallbelastungsquote pro MitarbeiterIn sowie bei Bedarf Schaffung eines Fachaustausches kann Abhilfe geschaffen werden. Mit der Installation eines Controllingssystems (laufende Fachberatung, regelmässige Überprüfung der Fälle) erfolgt eine Entlastung des Sozialwesens. Dieses Instrument dient als strategisches und fachliches Organ für die ordnungsgemässe Ausrichtung von Sozialhilfegeldern, für die fachlich-rechtliche Vorgehensweise sowie für die Rahmenbedingungen und Richtlinien der Sozialhilfe in der Gemeinde. Eine regelmässige Berichterstattung mit Fallführungsliste (Reporting), aktuellem Stand der Sozialhilfeausgaben und bei Bedarf Bericht über die Herausforderungen im Tagesgeschäft sowie die Umsetzung von Missbrauchsrichtlinien im öffentlichen Sozialhilfebereich gehört ebenfalls zum Controlling-Instrument dazu.